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Bei unseren Umweltverträglichkeitsstudien zu Altlasten und Deponien, Gewerbegebieten,
Hafenbauprojekten und zu einem Erdmagnetfeldsimulator werden Schadstoff-,
Lärm- und Erschütterungsgutachten integriert und bewertet.
Wir beraten zum Beispiel die Flender Werft AG in Lübeck bei ihren Baumaßnahmen im
Lübecker Hafen. Dafür sind zumeist Baggerungen in der Trave und eine ordnungsgemäße
Verbringung bzw. Entsorgung von Gewässerboden erforderlich.
Die Travesedimente im Bereich des Lübecker Hafens sind vor allem im Schlickhorizont
mit Schwermetallen und Tributylzinn (TBT) belastet. TBT ist Bestandteil von bewuchsreduzierenden
Schiffanstrichen (sogenannten "anti-foulings"). Außerdem sind hier hohe Nährstoffgehalte
gemessen worden. Der darunter liegende Mergelhorizont weist deutlich geringere
Schadstoffkonzentrationen auf.
Daher muss verhindert werden, dass bei den Baggerarbeiten viel Sediment aufgewirbelt wird,
sich dabei gebundene Schadstoffe im Wasser lösen und dort die Lebensgemeinschaft schädigen.
Begleitende Untersuchungen zeigen, dass der Einsatz eines Löffelbaggers bei der Entnahme des
Gewässerbodens günstiger zu bewerten ist als ein Greiferbagger. Für die besonders belastete
oberste Sedimentschicht wird ein geschlossener Tieflöffel verwendet, bei dem der Austritt von
Baggergut bei der Hebung minimal ist.
Außerdem führt aufgewirbeltes Substrat mit hohem Nährstoffgehalt zu temporär verstärkter
Sauerstoffzehrung im Gewässer. Eine weitere Minimierung der Auswirkungen stellt daher die
Baggerung im Winter/Frühjahr dar, da zu dieser Jahreszeit die Sauerstoffsättigung hoch und
eine zeitweise geringfügig höhere Sauerstoffzehrung unbedenklich ist. Ergänzende Untersuchungen
der faunistischen Wirbellosen-Besiedlung (Makrozoobenthos) zeigen, dass hier keine empfindliche
Lebensgemeinschaft vorhanden ist.
Aufgrund der Schadstoffgehalte wird das Baggergut nicht verklappt, sondern an Land
entsprechend seiner Einstufung gemäß den Zuordnungswerten der LAGA ordnungsgemäß entsorgt.
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